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Briviact 75mg Filmtabletten

35,12 €
AVP2, inkl. MwSt.

Wirkstoffe

  • Brivaracetam, 75, mg

Inhaltstoffe

  • Betadex
  • Croscarmellose, Natriumsalz
  • Eisen (II,III) oxid
  • Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser
  • Eisen (III) oxid
  • Lactose, 283, mg
  • Lactose 1-Wasser
  • Macrogol 3350
  • Magnesium stearat
  • Poly(vinylalkohol)
  • Talkum
  • Titan dioxid

Indikation

  • Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Brivaracetam, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln mit dem Namen "Antiepileptika" gehört. Diese Arzneimittel werden zur Behandlung der Epilepsie angewendet.
  • Es wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Alter von 4 Jahren angewendet.
  • Es wird zur Behandlung einer Epilepsieform mit fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung angewendet.
  • Fokale Anfälle sind Anfälle, die auf einer Seite des Gehirns beginnen. Diese fokalen Anfälle können sich ausbreiten und größere Bereiche auf beiden Seiten des Gehirns beeinträchtigen, das wird "sekundäre Generalisierung" genannt.
  • Ihnen wurde dieses Arzneimittel verordnet, um die Anzahl Ihrer Anfälle zu verringern. Das Präparat wird zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie angewendet.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Brivaracetam, andere Pyrrolidon-Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Sie werden das Arzneimittel zusammen mit anderen Epilepsie-Arzneimitteln einnehmen.
  • Wie viel eingenommen wird
    • Ihr Arzt berechnet die richtige Tagesdosis für Sie. Die Tagesdosis sollte aufgeteilt in zwei gleiche Dosen, einmal morgens und einmal abends, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit, verabreicht werden.
    • Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die mindestens 50 kg wiegen
      • Die empfohlene Dosis beträgt zweimal täglich 25 mg bis 100 mg. Ihr Arzt wird Ihre Dosis dann eventuell anpassen, um die beste Dosis für Sie herauszufinden.
    • Kinder und Jugendliche, die weniger als 50 kg wiegen
      • Die empfohlene Dosis beträgt zweimal täglich 0,5 mg bis 2 mg je Kilogramm Körpergewicht. Ihr Arzt wird Ihre Dosis dann eventuell anpassen, um die beste Dosis für Sie herauszufinden.
    • Personen mit Leberproblemen
      • Wenn Sie Probleme mit der Leber haben:
        • Als Erwachsener, Jugendlicher oder Kind mit einem Körpergewicht ab 50 kg beträgt die maximale Dosis zweimal täglich 75 mg.
        • Als Kind oder Jugendlicher mit einem Körpergewicht unter 50 kg beträgt die maximale Dosis zweimal täglich 1,5 mg pro kg Körpergewicht.

 

  • Wie lange das Arzneimittel eingenommen wird
    • Bei dem Arzneimittel handelt es sich um eine Langzeit-Behandlung. Nehmen Sie das Präparat solange ein, bis Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie aufhören können.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Sie könnten sich schwindelig und schläfrig fühlen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie sich daran erinnern, ein.
    • Nehmen Sie die nächste Dosis dann ein, wenn Sie sie normalerweise einnehmen würden.
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Setzen Sie das Arzneimittel nur dann ab, wenn Ihr Arzt Ihnen das gesagt hat, da ein Abbrechen der Behandlung die Anzahl Ihrer Anfälle erhöhen könnte.
    • Wenn Ihr Arzt Sie auffordert, dieses Arzneimittel nicht mehr einzunehmen, wird er die Dosis schrittweise herabsetzen. Dies hilft, dass Ihre Anfälle nicht zurückkommen oder schlimmer werden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Schläfrigkeits- oder Schwindelgefühl
  • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Grippe
    • Erschöpfung (Fatigue)
    • Schüttelkrämpfe (Konvulsion), Drehschwindel (Vertigo)
    • Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung
    • Depression, Angst, Schlaflosigkeit (Insomnie), Reizbarkeit
    • Infektionen von Nase und Rachen (wie z.B. Erkältungen), Husten
    • Verminderter Appetit
  • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
    • Allergische Reaktionen
    • Unnormale Gedanken und/oder Realitätsverlust (psychotische Störungen), Aggressivität, Erregtheit (Agitiertheit)
    • Gedanken oder Versuche, sich selbst zu verletzen oder Selbsttötung (Suizid) zu begehen: Sagen Sie dies umgehend Ihrem Arzt
    • eine Verringerung der weißen Blutkörperchen (die "Neutropenie" heißt), was sich in Bluttests zeigt
  • Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
    • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
      • Unruhe und Hyperaktivität (psychomotorische Hyperaktivität)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn
      • Sie daran denken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Eine geringe Anzahl von Menschen, die mit Antiepileptika behandelt wurden, dachte daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie irgendwann einmal solche Gedanken haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
      • Sie Leberprobleme haben, könnte es nötig sein, dass Ihr Arzt Ihre Dosis anpasst.
    • Kinder
      • Das Arzneimittel wird nicht für die Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren empfohlen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Möglicherweise fühlen Sie sich unter der Einnahme schläfrig, schwindelig oder müde.
    • Diese Wirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf.
    • Führen Sie kein Fahrzeug oder fahren Sie kein Fahrrad und benutzen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bis Sie wissen, wie das Arzneimittel auf Sie wirkt.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wird die Einnahme nicht empfohlen, da die Wirkung auf die Schwangerschaft und das Ungeborene sowie das Neugeborene nicht bekannt ist.
  • Wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden, wenden Sie sich zur Beratung unverzüglich an Ihren Arzt.
  • Brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, könnten Sie mehr Anfälle bekommen und Ihrem Baby schaden.

Anwendungshinweise

  • Schlucken Sie die Tabletten unzerteilt als Ganzes mit einem Glas Flüssigkeit.
  • Sie können das Arzneimittel mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Insbesondere wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit, denn es könnte sein, dass Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen muss:
      • Rifampicin, ein Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen.
      • Johanniskraut, ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen sowie anderen Erkrankungen.
  • Einnahme zusammen mit Alkohol
    • Der Konsum von Alkohol in Verbindung mit diesem Arzneimittel wird nicht empfohlen.
    • Wenn Sie Alkohol trinken, während Sie das Arzneimittel einnehmen, kann die negative Wirkung von Alkohol verstärkt werden.